Gastbeitrag für den Blog von Anne Alsfasser – Unternehmensberaterin (gelistet und geprüft von der IHK Kassel/ Marburg)

 

 

 

Vor Kurzem durfte ich einen Gastbeitrag auf dem Blog von Anne Alsfasser – Unternehmensberaterin  aus Korbach – schreiben.  Zum Thema Ängste überwinden, Selbstbewusstsein stärken. Ein kleiner Einblick in das, was mit NLP so möglich ist. Aber lesen Sie selbst…

https://anne-alsfasser.de/aengste-ueberwinden-durch-nlp-co…/

Trübe Tage? Lass die Sonne rein!

Ein luftig leichter Titel für ein eher ernstes Thema.

Kennst du Tage, an denen du einfach nicht gut drauf bist? An denen du schlechte Laune hast, traurig bist, antriebslos oder verzweifelt?

Immer mehr Menschen fühlen sich im Alltag überfordert, irgendwie neben der Spur oder  erkranken an depressiven Verstimmungen, was, wenn man nicht auf sich Acht gibt, zu einer handfesten Depression werden kann. Dies kann die unterschiedlichsten Gründe haben. Oft beginnt das Seelenleben in Schieflage zu geraten, wenn man über eine längere Zeit nicht mehr im Gleichgewicht ist.

 

Im Gleichgewicht bleiben

Im Leben jedes Menschen gibt es unterschiedliche  Bereiche, die Aufmerksamkeit brauchen. Das sind  z.B.  Liebe,  Familie, Kreativität, Ernährung, Sport, Sexualität, Beruf, Finanzen, Freundschaften, Religion/ Spiritualität und so weiter.

In stressigen Phasen verzeiht es einem der Körper, wenn man ein paar Bereiche für einige Zeit vernachlässigt. Manche Menschen kommen auch über längere Zeit gut zurecht, wenn sie sich hauptsächlich auf wenige Bereiche konzentrieren, die ihnen dafür aber enorm viel Glück und Zufriedenheit bringen.

Falls du dich immer öfter wie oben beschrieben fühlst, schau‘ dir einmal deine Lebensbereiche an. Wo könnte es besser laufen? Was hast du vielleicht zu Gunsten eines anderen Bereichs vernachlässigt? Was brauchst du, um glücklich zu sein?

Schreibe dir einmal eine Liste mit allen Dingen, die dich glücklich machen. Und dann suchst du dir für jeden Tag etwas aus, was du in deinen Alltag einbauen kannst.

 

Fokus auf das Positive

Jeder Mensch kann es schaffen, zu einem zufriedeneren Menschen zu werden, der immer öfter ein halbvolles als ein halbleeres Glas sieht.

Eine einfache Übung ist, sich abends zu fragen, was an diesem Tag gut gelaufen ist. Und ja, es gibt Tage, da war anscheinend erstmal so gar nichts gut. Dann muss man auf die Suche gehen. Es hat mit Sicherheit etwas gegeben. Und wenn es nur die freundliche Bedienung beim Bäcker war oder ein Lächeln von einer fremden Person auf der Straße.

Danach überlegt man sich, worauf man sich am nächsten Tag freut. Und wem nicht spontan etwas einfällt, weil er sich etwas Tolles vorgenommen hat, der zückt seine Liste – wie oben beschrieben- und baut irgendetwas Schönes  in den Alltag ein. Mit dieser Übung, wenn man sie denn konsequent durchzieht, kann man sich quasi umprogrammieren. Und irgendwann läuft es einfach wie von selbst. Dann bekommt man einen immer leichteren Zugang, eine Situation, die erstmal nicht so aussieht, positiver bewerten zu können. Man richtet den Fokus automatisch auf’s Positive und bekommt wieder einen Blick für das Glück und die Fülle, in der man lebt.

Ein einfaches Beispiel für die, die gerade noch die Stirn runzeln. Kennst du eine Situation, in der du dich für eine bestimmte Sache interessiert hast? Angenommen, du willst dir ein weißes Auto kaufen. Plötzlich siehst du lauter weiße Autos. Oder an die Mädels unter euch.  Wenn man einen Kinderwunsch hat oder selbst schwanger ist, sieht man plötzlich lauter Schwangere. Kennst du das?

Ich hatte erst vorletzte Woche wieder so ein Aha-Erlebnis. Wir waren in meiner früheren Wahlheimat und Lieblingsgroßstadt Frankfurt. Plötzlich habe ich die vielen Spielplätze gesehen und habe mich gefragt, wo die denn in den letzten fünf Jahren alle hergekommen sind.

Die waren auch vorher schon da, nur als ich noch keine Kinder hatte, habe ich sie einfach nicht wahrgenommen. Und so ist es mit dem positiven Denken. Wenn man beginnt, sich darauf zu konzentrieren, läuft es irgendwann ganz automatisch.

 

Auf Spurensuche gehen

Ich bin echter Fan von Analysen. Was gut helfen kann ist, die „schlechten“ Tage genau unter die Lupe zu nehmen. Was ist passiert, dass der Tag nicht gut gelaufen ist? Wie hast du dich verhalten? Was hast du dir den ganzen Tag über erzählt und was hast du über dein Umfeld gedacht? Begibst du dich evt. sogar in eine Opferrolle und wertest dich dadurch unbewusst ab? Das raubt dir noch mehr Energie, weil du glaubst, in deiner Rolle ausgeliefert und nicht mehr „Herr der Lage“ zu sein.

Schau dir die richtig guten Tage an. Was hat dazu geführt, dass du glücklich und zufrieden warst? Wenn du ein Muster erkennst, kannst du damit weiterarbeiten.

In meiner Ausbildung haben wir geschmunzelt, als unser Trainer sagte: „Es gibt keinen Prinzen, der auf einem Pferd angaloppiert kommt und auch keine gute Fee, die all deine Probleme wegzaubert“  – Enttäuschung in allen Gesichtern 😉 Nein, im Ernst. Jeder muss sein Glück selbst in die Hand nehmen. Nur dann ist man in der Lage, sein Leben in die richtigen Bahnen zu leiten und selbstbestimmte Entscheidungen zu treffen.

 

Ernährung, Sport und Co.

Darüber hinaus gibt es noch andere Dinge, wie z.B. die Ernährung, die man mal unter die Lupe nehmen sollte, wenn man sich einfach nicht gut fühlt. Dies würde hier den Rahmen sprengen und außerdem bin ich keine Ernährungsexpertin. Ich habe in den letzten Jahren viele Dinge ausprobiert, weil es mich einfach interessiert hat. Letzten Endes sagt einem der Körper, was man braucht. Nur wenn man sich in einem dauerhaft gestressten Zustand befindet, können die Signale schon einmal falsch verstanden werden. Wenn man unglaublich viel Lust auf Schokolade hat, kann zum Beispiel auch ein Magnesiummangel dahinter stecken. Denn in Schokolade steckt viel  Magnesium.  Und auch Getränke wie Cola und Kaffee eignen sich nicht wirklich als Langzeittherapie bei zu wenig Schlaf.

Sport oder generell Bewegung an der frischen Luft tun gut und machen den Kopf wieder frei. Sport baut Stress ab, verbessert die Sauerstoffversorgung im Körper und man fühlt sich einfach besser.  Wann hattest du das letzte Mal ein Date mit deinen Turnschuhen?

Wer einen Kalender hat, der annähernd so voll ist wie der eines Managers, der kann probieren, sich einen Termin für sich selbst einzutragen, den er für Sport oder einen Ausgleich nutzen kann. Manchmal geht es nicht anders, weil viele die Zeit für sich selbst als weniger wichtig als berufliche Termine einschätzen.

 

Und Achtung …. jetzt wird es ein wenig spirituell

Nimm dir ein wenig Zeit, setz dich mal in Ruhe hin, schließe die Augen und stelle dir vor, wie du älter wirst und schließlich bei einem Alter von 80 oder 90 Jahren angekommen bist. Dann frag einmal dein altes Ich, welchen Rat es für dich hat. Und was er oder sie nun gerne in seinem/ ihren Leben erreicht hätte. Zu oft laufen wir durch’s Leben, als wären wir unsterblich. Und ich finde, jeder Tag ist eine neue Chance, seinen Zielen und Träumen ein Stückchen näher zu kommen. Dankbar zu sein für all das, was um einen herum ist. Denn nichts, ist selbstverständlich.  Und wir sind nicht hier, um irgendwie möglichst unbeschadet „durch zu kommen“. Jeder Mensch hat doch im tiefsten Inneren Dinge, die die Leidenschaft wecken, die einen antreiben und unglaublich glücklich machen. Finde sie! Und gib ihnen den Raum, den sie brauchen. Niemand anderes wird das für dich tun.

 

Alles Liebe und dir einen wunderbaren Sonntag – vielleicht startest du schon heute?

 

(Was mir sehr wichtig ist: Falls jemand unter euch in der Lage ist, dass er einfach nicht mehr klar kommt und sich in einer ausweglosen Situation sieht, dann such dir bitte professionelle Hilfe.  Das ist keine Schande, sondern ein sehr kluger Schachzug. An dem Punkt sollte man nicht mehr alleine vor sich „hinwurschteln“.)

 

Nadine Kühn, Korbach, Nordhessen, Persönlichkeitsentwicklung, NLP, Coaching 2017

 

 

 

Text: © by Nadine Kühn. All rights reserved.

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So kommst du gut durch stürmische Zeiten

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Dies geht raus an alle Mütter und Väter, insbesondere von kleinen Kindern und natürlich auch an alle anderen, die in stürmischen Zeiten gute Nerven und einen klaren Kopf gebrauchen können.

Ich wurde in letzter Zeit oft angesprochen, wo ich die Energie hernehme  Kinder, Familie, Arbeit, Selbständigkeit, Haus, Garten usw. unter einen Hut zu bekommen. Auch ich habe natürlich Tage, an denen der Akku leer ist oder mir alles zu  viel wird. Aber die sind mittlerweile sehr selten.

Meine Tipps und Strategien möchte ich gerne an euch weitergeben.

Wie schafft man es, gute Laune zu behalten und positiv zu denken, wenn schon die gefühlt 100. Nacht in Folge mehrfach unterbrochen war, weil man den lieben Kleinen Wasser reichen, sie trösten oder Monster verjagen musste? Dazu stapelt sich noch die Wäsche, überall steht etwas herum und das Auto sieht auch schon wieder so aus, dass man nicht unbedingt gerne jemanden mitnehmen würde.

Oder aber du musstest morgens schon eine lange Umleitung auf dem Weg zur Arbeit in Kauf nehmen, an der Arbeit türmt sich alles auf deinem Schreibtisch und der Kollege hat viel Zeit, dir von seinen Problemen zu erzählen.

Was kannst du konkret tun?

Atempausen machen

Atmen hilft. Und zwar nicht nur um zu überleben 😉 Gerade in stressigen Phasen neigen viele dazu, nur noch sehr flach zu atmen. Dadurch wird der Körper nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff versorgt und Stress entsteht. Achte auf deine Atmung und nimm dir gezielt eine Auszeit von ein paar Minuten. Gerade in den Momenten, in denen man denkt, man müsse gleich an die Decke gehen. Raus aus der Situation, raus aus dem Zimmer, ab ans Fenster oder kurz vor die Tür und tief und gleichmäßig durchatmen. Das entspannt, gibt neue Energie und nach einer kurzen Pause, geht man wieder mit etwas Abstand an die Situation heran.

Die Perspektive verändern

Stell dir vor, du siehst dich von oben und schaust dir die Situation an. Was würdest du über dich in diesem Augenblick denken? Mit etwas Abstand fällt es dir vielleicht wie Schuppen von den Augen was hier gerade verkehrt läuft und was du tun kannst, um gut aus der Situation herauszukommen.

Was machen meine Gedanken?

Überleg mal, was du dir erzählst, wenn du in Stress gerätst. Was tust du, um überhaupt gestresst zu sein? Negativer Stress entsteht nur aufgrund einer negativen Bewertung einer Gegebenheit. Es ist wie mit der Entstehung  von Problemen. Ein Problem entsteht, wenn du den Ist-Zustand maximal abwertest und den Soll-Zustand maximal aufwertest. Also, achte auf deine Gedanken und überlege, wie in diesem Moment die Alternative lauten könnte.

Statt „Oh nee, jetzt schreien die schon wieder rum. Kann nicht endlich mal Ruhe sein? Nie habe ich auch nur 5 Minuten für mich“ (kommt das jemandem bekannt vor?) kann man sich auch sagen. „Ich schaffe das. Wenn ich diese Phase überstanden habe, habe ich wahrscheinlich in anderen Situationen Nerven wie Drahtseile.“  Und das ist auch so!  Man kann sich so viel Energie rauben, in dem man sich mit negativen Gedanken auch noch weiter herunterzieht. Und wenn einem partout nichts Positives einfallen will, habe ich hier noch ein paar andere Dinge in der Trickkiste.

Probier‘  es  mal mit Zustandsmanagement (ein Begriff aus dem NLP)

Also, du suchst dir 4  – 5 Dinge, die dich glücklich machen und dir augenblicklich ein gutes Gefühl vermitteln. Diesen “Notfallkoffer“ am besten irgendwo notieren, damit man im „Ernstfall“ darauf zugreifen kann.

Das können zum Beispiel Fotos vom letzten Urlaub sein, das Lieblingslied, ein Tee, den man besonders gerne mag oder einfach die Erinnerung an ein wunderschönes Ereignis, in das man sich leicht wieder hineinversetzen kann.

Jeder kennt doch ein Lied, bei dem er automatisch gute Laune bekommt. Jetzt ist der Zeitpunkt, wo du es wirklich brauchen kannst!

Nimm eine andere Körperhaltung an. Wie steht jemand, der sich nicht wohl fühlt? Tust du im Moment dasselbe? Dann versuche das Gegenteil. Stell dich aufrecht hin, streck die Hände in die Luft. Allein das bewirkt schon so viel.

Was auch noch hilft. Lächeln! Auch, wenn es gerade nichts zu lachen gibt. Wenn man ein breites Grinsen auflegt, wird durch die Muskulatur in den Wangen ein Punkt aktiviert, der dem Gehirn die Botschaft schickt: „Irgendetwas muss lustig sein.“  Die Reaktion darauf ist, dass Glückshormone ausgeschüttet werden und es geht automatisch besser. Das Ganze muss man allerdings mindestens 60 Sekunden durchziehen. Auch wenn man sich dabei blöd vorkommt …Probier‘ es aus. Und stell dich dabei vielleicht noch vor einen Spiegel. Irgendwann kann man nicht mehr anders als tatsächlich zu lachen.

Und noch etwas zur inneren Einstellung

Gerade wenn es um kleine Kinder geht, die einen wirklich manchmal an den Rand des Wahnsinns bringen können. Man muss sich Folgendes vor Augen führen:

Die Kleinen stehen nicht morgens auf und denken sich „Der Mama und dem Papa zeig ich es heute mal so richtig. Mal gucken, wie ich sie heute wieder auf die Palme bringe.“  Sie brauchen dich, weil du diejenige oder derjenige bist, den sie lieben, ohne den sie nicht überleben können. Für dein Kind bist du die Welt. Und das gilt umso mehr, je kleiner sie sind. Wenn Kinder weinen, haben sie einen Grund und brauchen Nähe. Führe dir in dieser Situation vor Augen, wie wichtig du für dein Kind bist und was für einen super „Job“ du da machst.

An der Perfektionsschraube drehen  und aufhören zu vergleichen. 

Gerade in einer Lebensphase, in der man sich um kleine Kinder oder pflegebedürftige Angehörige kümmert, muss man auch mal „Fünfe“  gerade sein lassen. Man tut sich keinen Gefallen, wenn man versucht mit Menschen Schritt zu halten, die sich in einer völlig anderen und wahrscheinlich viel ruhigeren Lebensphase befinden.  Man sollte sich stattdessen eher erlauben, um Hilfe zu fragen und manche Menschen warten nur darauf und helfen gerne, weil sie noch wissen, wie es damals war…

Kommentare überhören

Wenn, wie in der oben beschriebenen Situation,  ein Besucher anmerkt, dass hier auch mal wieder gestaubsaugt werden könnte. – Lächeln und Winken.  Und nicht jedes Wort auf die Goldwaage legen. Wahrscheinlich denkt sich derjenige bei seiner Äußerung gar nichts Böses und merkt nicht, dass er dadurch Druck aufbaut.

Sorge gut für dich

Das ist für viele vermutlich nichts Neues, wird aber oft überhört. Gönn dir Pausen, wenn dein Kind schläft oder sich selbst beschäftigt. Das war und ist für mich nach wie vor auch noch eine Herausforderung, aber unabdingbar, um den Akku wieder aufzuladen.

Mach dir deine Rolle bewusst. Du hast viel auf dem Zettel, bist aber nicht für die ganze Welt verantwortlich. Schau mal, wo du delegieren kannst  und welche Aufgaben auch vertagt werden können. Vielleicht sind auch welche dabei, die komplett wegfallen können.  Die passende Frage dazu: Was ist die Konsequenz, wenn ich das nicht mache?

Was auch helfen kann ist eine Matrix, anhand der man sich verdeutlicht, welche Aufgaben anstehen und welche davon in welcher Priorität zu erledigen sind. Geordnet nach wichtig und dringend, wichtig und nicht dringend, nicht so wichtig aber eilig und nicht so wichtig und nicht eilig.  Das schafft Klarheit, erleichtert die Planung und führt im Idealfall zu mehr Freizeit.

Freiräume schaffen

Überleg mal, ob du dir nicht irgendwie ein paar Stunden in der Woche nur für dich freischaufeln kannst.  Wenn du im Alltag stark gefordert wirst, brauchst du einen Ausgleich. Tu, was du liebst. Mache Sport, gehe raus in die Natur oder triff dich mit deinen Freunden. Nur so kannst du die Balance aufrechterhalten. Und das hat auch nichts mit Egoismus zu tun. Ganz im Gegenteil. Wenn es dir gut geht und du ausgeglichen bist, überträgt sich das automatisch auf dein Umfeld.

Also, lass es dir gutgehen.

In diesem Sinne. Einen entspannten  Sonntagabend .

 

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Nadine Kühn, Coaching Korbach, Nordhessen, Waldeck-Frankenberg, Persönlichkeitsentwicklung, NLP

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