So kommst du gut durch stürmische Zeiten

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Dies geht raus an alle Mütter und Väter, insbesondere von kleinen Kindern und natürlich auch an alle anderen, die in stürmischen Zeiten gute Nerven und einen klaren Kopf gebrauchen können.

Ich wurde in letzter Zeit oft angesprochen, wo ich die Energie hernehme  Kinder, Familie, Arbeit, Selbständigkeit, Haus, Garten usw. unter einen Hut zu bekommen. Auch ich habe natürlich Tage, an denen der Akku leer ist oder mir alles zu  viel wird. Aber die sind mittlerweile sehr selten.

Meine Tipps und Strategien möchte ich gerne an euch weitergeben.

Wie schafft man es, gute Laune zu behalten und positiv zu denken, wenn schon die gefühlt 100. Nacht in Folge mehrfach unterbrochen war, weil man den lieben Kleinen Wasser reichen, sie trösten oder Monster verjagen musste? Dazu stapelt sich noch die Wäsche, überall steht etwas herum und das Auto sieht auch schon wieder so aus, dass man nicht unbedingt gerne jemanden mitnehmen würde.

Oder aber du musstest morgens schon eine lange Umleitung auf dem Weg zur Arbeit in Kauf nehmen, an der Arbeit türmt sich alles auf deinem Schreibtisch und der Kollege hat viel Zeit, dir von seinen Problemen zu erzählen.

Was kannst du konkret tun?

Atempausen machen

Atmen hilft. Und zwar nicht nur um zu überleben 😉 Gerade in stressigen Phasen neigen viele dazu, nur noch sehr flach zu atmen. Dadurch wird der Körper nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff versorgt und Stress entsteht. Achte auf deine Atmung und nimm dir gezielt eine Auszeit von ein paar Minuten. Gerade in den Momenten, in denen man denkt, man müsse gleich an die Decke gehen. Raus aus der Situation, raus aus dem Zimmer, ab ans Fenster oder kurz vor die Tür und tief und gleichmäßig durchatmen. Das entspannt, gibt neue Energie und nach einer kurzen Pause, geht man wieder mit etwas Abstand an die Situation heran.

Die Perspektive verändern

Stell dir vor, du siehst dich von oben und schaust dir die Situation an. Was würdest du über dich in diesem Augenblick denken? Mit etwas Abstand fällt es dir vielleicht wie Schuppen von den Augen was hier gerade verkehrt läuft und was du tun kannst, um gut aus der Situation herauszukommen.

Was machen meine Gedanken?

Überleg mal, was du dir erzählst, wenn du in Stress gerätst. Was tust du, um überhaupt gestresst zu sein? Negativer Stress entsteht nur aufgrund einer negativen Bewertung einer Gegebenheit. Es ist wie mit der Entstehung  von Problemen. Ein Problem entsteht, wenn du den Ist-Zustand maximal abwertest und den Soll-Zustand maximal aufwertest. Also, achte auf deine Gedanken und überlege, wie in diesem Moment die Alternative lauten könnte.

Statt „Oh nee, jetzt schreien die schon wieder rum. Kann nicht endlich mal Ruhe sein? Nie habe ich auch nur 5 Minuten für mich“ (kommt das jemandem bekannt vor?) kann man sich auch sagen. „Ich schaffe das. Wenn ich diese Phase überstanden habe, habe ich wahrscheinlich in anderen Situationen Nerven wie Drahtseile.“  Und das ist auch so!  Man kann sich so viel Energie rauben, in dem man sich mit negativen Gedanken auch noch weiter herunterzieht. Und wenn einem partout nichts Positives einfallen will, habe ich hier noch ein paar andere Dinge in der Trickkiste.

Probier‘  es  mal mit Zustandsmanagement (ein Begriff aus dem NLP)

Also, du suchst dir 4  – 5 Dinge, die dich glücklich machen und dir augenblicklich ein gutes Gefühl vermitteln. Diesen “Notfallkoffer“ am besten irgendwo notieren, damit man im „Ernstfall“ darauf zugreifen kann.

Das können zum Beispiel Fotos vom letzten Urlaub sein, das Lieblingslied, ein Tee, den man besonders gerne mag oder einfach die Erinnerung an ein wunderschönes Ereignis, in das man sich leicht wieder hineinversetzen kann.

Jeder kennt doch ein Lied, bei dem er automatisch gute Laune bekommt. Jetzt ist der Zeitpunkt, wo du es wirklich brauchen kannst!

Nimm eine andere Körperhaltung an. Wie steht jemand, der sich nicht wohl fühlt? Tust du im Moment dasselbe? Dann versuche das Gegenteil. Stell dich aufrecht hin, streck die Hände in die Luft. Allein das bewirkt schon so viel.

Was auch noch hilft. Lächeln! Auch, wenn es gerade nichts zu lachen gibt. Wenn man ein breites Grinsen auflegt, wird durch die Muskulatur in den Wangen ein Punkt aktiviert, der dem Gehirn die Botschaft schickt: „Irgendetwas muss lustig sein.“  Die Reaktion darauf ist, dass Glückshormone ausgeschüttet werden und es geht automatisch besser. Das Ganze muss man allerdings mindestens 60 Sekunden durchziehen. Auch wenn man sich dabei blöd vorkommt …Probier‘ es aus. Und stell dich dabei vielleicht noch vor einen Spiegel. Irgendwann kann man nicht mehr anders als tatsächlich zu lachen.

Und noch etwas zur inneren Einstellung

Gerade wenn es um kleine Kinder geht, die einen wirklich manchmal an den Rand des Wahnsinns bringen können. Man muss sich Folgendes vor Augen führen:

Die Kleinen stehen nicht morgens auf und denken sich „Der Mama und dem Papa zeig ich es heute mal so richtig. Mal gucken, wie ich sie heute wieder auf die Palme bringe.“  Sie brauchen dich, weil du diejenige oder derjenige bist, den sie lieben, ohne den sie nicht überleben können. Für dein Kind bist du die Welt. Und das gilt umso mehr, je kleiner sie sind. Wenn Kinder weinen, haben sie einen Grund und brauchen Nähe. Führe dir in dieser Situation vor Augen, wie wichtig du für dein Kind bist und was für einen super „Job“ du da machst.

An der Perfektionsschraube drehen  und aufhören zu vergleichen. 

Gerade in einer Lebensphase, in der man sich um kleine Kinder oder pflegebedürftige Angehörige kümmert, muss man auch mal „Fünfe“  gerade sein lassen. Man tut sich keinen Gefallen, wenn man versucht mit Menschen Schritt zu halten, die sich in einer völlig anderen und wahrscheinlich viel ruhigeren Lebensphase befinden.  Man sollte sich stattdessen eher erlauben, um Hilfe zu fragen und manche Menschen warten nur darauf und helfen gerne, weil sie noch wissen, wie es damals war…

Kommentare überhören

Wenn, wie in der oben beschriebenen Situation,  ein Besucher anmerkt, dass hier auch mal wieder gestaubsaugt werden könnte. – Lächeln und Winken.  Und nicht jedes Wort auf die Goldwaage legen. Wahrscheinlich denkt sich derjenige bei seiner Äußerung gar nichts Böses und merkt nicht, dass er dadurch Druck aufbaut.

Sorge gut für dich

Das ist für viele vermutlich nichts Neues, wird aber oft überhört. Gönn dir Pausen, wenn dein Kind schläft oder sich selbst beschäftigt. Das war und ist für mich nach wie vor auch noch eine Herausforderung, aber unabdingbar, um den Akku wieder aufzuladen.

Mach dir deine Rolle bewusst. Du hast viel auf dem Zettel, bist aber nicht für die ganze Welt verantwortlich. Schau mal, wo du delegieren kannst  und welche Aufgaben auch vertagt werden können. Vielleicht sind auch welche dabei, die komplett wegfallen können.  Die passende Frage dazu: Was ist die Konsequenz, wenn ich das nicht mache?

Was auch helfen kann ist eine Matrix, anhand der man sich verdeutlicht, welche Aufgaben anstehen und welche davon in welcher Priorität zu erledigen sind. Geordnet nach wichtig und dringend, wichtig und nicht dringend, nicht so wichtig aber eilig und nicht so wichtig und nicht eilig.  Das schafft Klarheit, erleichtert die Planung und führt im Idealfall zu mehr Freizeit.

Freiräume schaffen

Überleg mal, ob du dir nicht irgendwie ein paar Stunden in der Woche nur für dich freischaufeln kannst.  Wenn du im Alltag stark gefordert wirst, brauchst du einen Ausgleich. Tu, was du liebst. Mache Sport, gehe raus in die Natur oder triff dich mit deinen Freunden. Nur so kannst du die Balance aufrechterhalten. Und das hat auch nichts mit Egoismus zu tun. Ganz im Gegenteil. Wenn es dir gut geht und du ausgeglichen bist, überträgt sich das automatisch auf dein Umfeld.

Also, lass es dir gutgehen.

In diesem Sinne. Einen entspannten  Sonntagabend .

 

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Nadine Kühn, Coaching Korbach, Nordhessen, Waldeck-Frankenberg, Persönlichkeitsentwicklung, NLP

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